Quantenpunkt

Christoph auf dem Weg zum Diplom

Woche #5: Keine Lust

Rechnung fertig, Wochenende naht, Christoph ist geschafft.

Daher habe ich heute keine Lust mehr auszuformulieren, was ich tatsächlich Tag ein Tag aus hier im Büro mache.
Allerdings scheint das Wochenende erfreulich frei zu werden - kommt noch.

Kurzes Log für mich:
- aus der Renormierungsgleichung für die Vertizes in erster Ordnung die Gleichung für die Austausch-Kopplung hergeleitet. (nachvollzogen aus  Physical Review B 80, 045117 )
- Ebenfalls entsprechende Gleichungen für den Liouvillian und Z-Operator.
- Vertraut gemacht mit Superoperatoren.

Zum Ausgleich die Bilder des Monats Januar in chronologischer Reihenfolge:

(download)

Woche #4: Indizes

So langsam nähert sich das Semester dem Ende. Ein Grund für mich, den ersten Teil der Woche mit Korrektur für die Theorie-Vorlesung "Elektrodynamik" zu verbringen - Probeklausur, das ganze 11 mal. Ganz schön viel Arbeit.
Aber dafür sind meine Studenten jetzt auch langsam fit in Laplace-Gleichungen und Biot-Savart.

Die Restliche Woche wurde der Renormierungsgruppe (RG) gewidmet. Genauer gesagt beginne ich, das grundlegende Prozedere anhand eines Papers unseres Instituts nachzuvollziehen. Dabei fällt mir auf, dass ich hier endlich mal was dazu schreiben sollte, was ich überhaupt mache.

▢ ein Kästchen zum abhacken für die nächste Woche.

Auf jeden Fall kommen in den Rechnungen gefühlte 50 Indizes auf einmal vor, was die Überschrift rechtfertigt. Allerdings steigt mit dem Anspruch ja auch die Begeisterung, wenn es mal vollbracht ist - so sagt man™.

Auf ins Wochenende. (das ja schonmal super mit einer Streckensperrung der Deutschen Bahn zwischen Eschweiler und Düren begann - JUCHE!)

Woche #3: Tag der Physik

Heute gibt es mal einen Post, der nicht kurz vor dem Verlassen des Physikzentrums geschrieben wird - sozusagen mein Beitrag zu Ehren der Physik. 

Am Physikzentrum der RWTH findet nämlich heute der "Tag der Physik" statt, in dem sich die Institute vorstellen, erzählen was sie so machen und so weiter. Das alles findet statt, um angehenden Master- und Bachelorstudenten im speziellen und allen die es sonst so Interessierten im allgemeinen einen Einblick in die Materie zu geben.

Bisher hab ich davon nicht all zuviel mitbekommen, denn heute war bisher:

- Crashkurs für Dirk in Störungsrechnung (in your face!)
- beim Bäcker hinter quatschenden Handwerkern warten ⇒ Bus verpassen
- Türschilder für meinen frisch diplomierten Büropartner und mich anbringen (Yeah!)
- Schreibtisch aufräumen.

Aber heute Nachmittag bei der Diplomzeugnisvergabe werde ich dann anwesend sein.

Bis dahin muss allerdings noch was gelesen werden. Immerhin habe ich diese Woche schon verstanden, was aus dem Anderson Modell das Kondo Modell macht und was alle das mit Renormierung zutuen hat. Ist ja schonmal was.

Woche #2: Lesen und Verstehen

Diese Woche habe ich die (so glaube ich zumindest) wichtigen Kapitel 8 bis 13 des Bruus-Flensberg "Many-body quantum theory in condensed matter physics: an introduction" (Google Books) für meine Einführung in die Greensfunktionen hinter mir gelassen.

Mit dabei: Feynman-Diagramme, Selbstenergien und Hatree- und Fock-Terme. Kein Konfetti, dafür allerdings Applaus! 

Gerade noch rechtzeitig fertig gelesen, wie sich heraus gestellte. Denn heute kam auch schon ein Prof. reingeschneit und borgte sich das Buch für eine Prüfung. 

Nun geht es also wieder schnurr stracks zurück zu meinen eigentlichen Einführungen - Verstehe das Kondo-Modell.
Wobei das momentan etwas schleppend läuft. Liegt bestimmt am Wetter. Muss. Wird schon. Bestimmt. Nächste Woche.

Woche #1: still Green

Mich plagen immer noch die Greens-Funktionen. 


Also, was heißt plagen, schließlich sind sie 'das' Handwerkszeug eines theoretischen Physikers, egal ob er aus der Teilchenphysik oder der kondensierten Materie kommt. Es ist somit durchaus berechtigt, sich damit mal eine Zeit lang auseinander zu setzen.
Eine Schande nur, das dies nie während des Studiums passiert, sondern in dem Detail erst in der Diplomarbeit.

Ich habe meinem Betreuer, der statt mir heute mal seine Familie betreut hat, zusammengefasst, womit ich mich diese Woche beschäftigt habe.
Das Copy-Paste ich hier einfach rein, ist schließlich schon spät (Schande auf mein Haupt fürs kommende Denglisch):

Bisher:
- Einführung Greensfunktionen
- single particle GF in many body system 
-> Freie Elektronen
-> Lehmann Darstellung (Spektralfunktion + Verbreiterung)
- knapp: Equation of motion Theory mit einfachem Level gekoppelt an ein Kontinuum -> Selbstenergie (wobei ich da noch nicht wirklich verstanden habe, was die tatsächlich ist)
-Imaginärzeit Greensfunktion
-> Matsubara GF mit Transformation in den Frequenzraum -> GF mit Matsubarafrequenz
-> single-particle Matsubara GF (non-interacting), was mich dann endlich wieder zurück zum Colemann bringt

Schauen wir mal, was die nächste Woche so bringt.

Tag #16: Green(horn)

Finde den Fehler, oder besser gesagt: finde das Minus, das eigentlich ein Plus ist.

Genau genommen war das die Beschäftigung für den Vormittag. Aber zusammen mit meinem Betreuer haben wir es dann erwischt und beim Schlafittchen gepackt. Allerdings überkommt mich das Gefühl, sowas in Zukunft häufiger zu machen.

Ansonsten steht seit heute das tiefergehende Verständnis der Greensfunktionen, also einer einfachen theoretischen Lösung komplexer Probleme. Die setzt man danach zu den wirklich interessanten Sachen zusammen.
Soweit die Theorie - in Wirklichkeit ist es dann doch was komplizierter.
Morgen damit bis Mittag weiter verstehen, danach geht's zur Oma auf den 80. nach Leverkusen.

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Tag #10 - #15: "neue Jahr"™

"Erstmal - ein frohes neues Jahr." - den Satz hört man am ersten Arbeitstag im neuen Jahr wohl öfters.

Und dabei beginnt das "neue Jahr"™ bei mir schon mit der ersten Kleingrippe, die mir wunderbare Fieberträume gepaart mit reizendem Husten beschert hat.
Aber was soll's, Tee-Doping hat mich dann doch ins Büro gebracht.

Hier habe ich heute endlich die Übung fertigkorrigiert und mich ans anlesen der ersten Reviews gemacht. 
"Local moment physics in heavy electron system" und "Real-time renormalization group in frequency space: A two-loop analysis of the nonequilibrium anisotropic Kondo model at finite magnetic field" Phys. Rev. .

Klingt alles ganz fein, muss ich morgen aber nochmal lesen, denn all zuviel hab ich noch nicht verstanden. Wird schon.

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Tag #9: Gähnende Leere

Im ganzen Institut wars heute gespenstisch leer. Hat allerdings auch den Vorteil, dass man beim morgentlichen Kaffeegang niemanden auf dem Flur auf ein kurzes Pläuschen trifft.

Trotzdem wurde heute noch nichts für die Diplomarbeit getan, sondern Übungen für die Elektrodynamik korrigiert. Bin zwar nicht ganz fertig geworden, aber morgen ist schließlich auch noch das alte Jahrzehnt.

Erstes Foto aus dem Büro:

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Tag #4 - #8: Feiertage

Abgesehen von monströsen Fressgelagen, die eine ungewohntes Völlegefühl hervorriefen: Die Feiertage sind gut überstanden.

Dieses Jahr standen sie voll und ganz im Zeichen der Freundin, mit der beide Familien + Großmutter ausgiebigst besucht wurden - muss ja auch mal sein.
Aber morgen - morgen gehts in vollen Zügen weiter.

Vor dem Jahreswechsel muss noch was geschafft werden.

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Tag #1 - #3: Da bin ich

Diplomarbeit, da bin ich.
Am Montag hatte ich mein erstes organisatorisches Treffen mit meinen beiden Betreuern.
Wie haben und auf die vorher schon abgesprochene grobe Richtung meines Themas festgelegt ( hierzu nach Weihnachten mal mehr) und mir mein erstes eigenes Büro besorgt - JUHU!

Heute war ich dann tatsächlich auch mal da, habe natürlich prompt die Schlüssel zu Hause vergessen - und musste noch mal zurück.
Aber trotzdem super, endlich ein eigenes Büro (geteilt, aber eigen!).

Ein Bild im Büro zu machen ist dabei leider unter gegangen. Daher ein partieller Ausschnitt von einem exklusiven Geschenk, das Andi mit primaweise besorgt hat - thematisch zwar invers zu meiner Arbeit, aber trotzdem schön!
Bild vom Büro wird nach Weihnachten nachgereicht.

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